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Farce von openBC - Ist dies bereits das Ende des Social Business Clubs?

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Farce von openBC - Ist dies bereits das Ende des Social Business Clubs?

Ziemlich exakt zwei Monate ist es nun her, dass wir mit dem socialBC online gingen. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern hatten wir in dieser kurzen Zeit nahezu unglaubliche Erfolge verzeichnen können. Erfolge, die für ein gerade geborenes Portal alles andere als normal sind. Schon gar nicht für einen Business Club, der es sich zur Aufgabe machte, soziales Engagement als Basis für seine Ziele zu definieren und gemeinsam mit seinen Mitgliedern den Versuch anstrebte, in Zeiten des Kapitalismus und Egoismus eben aus dieser sozialen Verantwortung eine Chance für sozial schwächere Regionen dieses Erdballes zu erzeugen. Unser Konzept war gegen die gerichtet, die aus unserer bescheidenen Sicht "ihren Hals nicht voll bekommen" und persönliche, meist monetäre Ziele, vor humanitäre Ziele setzen. Der bisherige Erfolg und die Akzeptanz unseres Konzeptes ließ uns hoffen, Teile unserer Ziele vielleicht erreichen zu können!

Nun ist das passiert, was zu erwarten war! Eben aus Richtung dieser selbst verliebten Kapitalisten, denen nichts wichtiger zu sein scheint, als ihr persönlicher Kontostand und denen jede Form des asozialen Verhaltens recht zu sein scheint, den eigenen Reichtum zu mehren hat nun einer aufgrund unserer sozialen Erfolge Angst um ein Paar Krümel des globalen Kuchens des social networkings bekommen und uns auf übelste Art und Weise einen Stoß versetzt, den wir vermutlicht nicht verkraften werden. Lars Hinrichs von der open Business Club GmbH hat uns über seine vermutlich ebenfalls kapitalistisch geprägten Anwälte seiner Rechtsanwaltskanzlei Dr. Erben eine sehr fragwürdige Abmahnung erteilen lassen, die uns aus angeblich markenrechtlichen Gründen die Verwendung unserer Namensgebung socialBC sowie der Domain socialBC.com verbieten will! Die Farce dabei ist, dass openBC noch nicht einmal eine regulär eingetragene Marke, sondern nach wie vor nur - wie socialBC auch - zur Anmeldung als Gemeinschaftsmarke angemeldet ist! (nachzuschlagen hier: http://oami.eu.int/CTMOnline/RequestManager/de_Result_unidentified )

Weiterhin höchst fragwürdig ist die Begründung der angeblichen Markenverletzung: openBC vertritt hier die Meinung, dass alleine die Verwendung des Kürzels "BC" für "Business Club" in Kombination mit einem vorangestellten englischen Wort (in unserem Falle "Social", im deren Falle "open") bereits zu einer angeblichen Verletzung der (noch nicht eingetragenen) Markenrechte von openBC greifen soll. Überlegen wir uns hier bitte mal, was dies aus markenrechtlicher Sicht heißen würde: openBC würde somit ALLE Business Clubs, die das gebräuchliche Kürzel "BC" verwenden eine Markenrechtsverletzung vorwerfen! Adaptieren wir dies auf andere, gebräuchlichere Beispiele, so würden beispielsweise alle Portale, die das gebräuchliche Kürzel PR in ihrer Domain oder Namensgebung verwenden eine Markenrechtsverletzung gegenüber allen anderen, mit gleichem Kürzel arbeitenden Portale oder Organisationen begehen. Noch lächerlicher wäre dies auf z.B. Fußballclub "FC" oder Sportclub "SC" bezogene Vereine! Diese eigenwillige Interpretation des Markenrechtes grenzt somit wohl an Größenwahn. Der Grund für diesen Größenwahn könnte darin zu finden sein, dass der openBC vor wenigen Tagen unter Federführung von Wellington Partners eine Venture Capital Finanzspritze über 5,7 Mio. Euro erhalten hat ( http://www.golem.de/0511/41489.html ). Dies stärkt zum einen das Ego von Hinrichs und Co., zum anderen scheint hierüber allerdings auch der kapitalistische Durst nochmals stärker geworden zu sein. Eine andere Erklärung findet sich aus meiner bescheidenen Sicht nicht, um derart fern sozialer Verantwortung ein neugeborenes Portal wie das unsere auf derart fragwürdige Art und Weise zu attackieren, das einzig den Anspruch hegt, gemeinsam mit seinen Mitgliedern aus humanitär Sicht etwas global verbessern zu wollen und eben nicht nur den eigenen Horizont, gebildet durch Euro- und Dollarscheine, im Auge zu behalten!

Leider ist es nun jedoch so, dass wir in unserem selbst finanzierten Projekt keine Finanzmittel zur Verfügung haben, gegen ein gerade wieder gemästetes Unternehmen wie openBC anzukämpfen, uns einen Rechtsbeistand zu suchen und mit finanzieller Rückendeckung unsere Rechte einzuklagen. Schwer dürfte dies aus oben beschriebenen Gesichtspunkten nicht sein, handelt es sich doch um mehr als fragwürdige Vorwürfe, denen sich openBC über seine Anwaltskanzlei hier bedient, doch das Problem liegt in unserer Rechtssprechung verankert! Der angebliche Streitwert wurde mit 50.000 Euro (sic!) betitelt, was natürlich ebenfalls nur als Farce zu bezeichnen ist und von uns auch so nicht anerkannt werden wird, doch wird auch dies wiederum einen Rechtsstreit nach sich ziehen, den wir uns definitiv finanziell nicht leisten können!

Die Marschrichtung, die von openBC und der Kanzlei Dr. Erben hier eingeschlagen wird, ist klar und so alt wie der Kapitalismus: Man zieht sich eine Menge angeblicher Rechtsverletzungen aus der juristisch geschulten Nase (die wir in allen Punkten ad absurdum führen können) und spricht eine Abmahnung aus. Alleine schon diese kostet uns bereits knapp 2.000 Euro - selbst, wenn wir wider besseres Wissen diese akzeptieren und uns in allen benannten Punkten als schuldig bekennen würden! Ein folgender Rechtsstreit, sollten wir dies nicht akzeptieren, würde ebenfalls zuerst auf Basis des überzogenen Streitwertes vollzogen werden. Somit siegt wohl auch hier wieder der uralte Grundsatz, dass man als Idealist keine Chance gegen einen kapitalistischen Gegner hat, es sei denn, es würde ein kleines Wunder geschehen! Da hiermit trotz Weihnachtszeit nicht zu rechnen ist, werden wir wohl klein beigeben und Lars Hinrich und Co. bei ihrem aus unserer Sicht absolut asozialen Spiel nachgeben müssen! Wir werden vermutlich den socialBC noch im Laufe dieser Woche vom Netz holen!

Ich muss gestehen, wäre ich nicht als dreifacher Vater, der bereits eines seiner Kinder verlor, verantwortlich für meine Familie, würde ich hier - entsprechende Finanzkraft vorausgesetzt - für den socialBC kämpfen, denn genau das, was uns nun widerfährt ist das, was wir mit unseren Zielen "Business with responsibility" in die Köpfe unserer Mitglieder transportieren wollten! Exakt diese Unternehmen, die ihre Position nur für das Erreichen persönlicher Ziele ausnutzen sind es, die unsere Welt zerstören, die soziale Verantwortung anscheinend zu einer Schwäche deklassieren wollen!

Doch mir fehlt die Kraft, diesen Weg hier noch einmal gehen zu wollen! Alleine werde ich dies nicht schaffen und rechtlicher Beistand kostet eben auch sehr viel Geld!

Ich möchte mich im Namen des kompletten Teams bei allen Mitgliedern dafür entschuldigen, unser viel versprechendes Portal hiermit bereits aufgeben zu müssen. Ich danke allen Mitgliedern sowie den Menschen hinter socialBC, die Tags und Nächtens schier unmenschliches leisteten, um eine gute Idee in derart kurzer Zeit in die Tat umzusetzen.

Lars Hinrichs und seinem "open Business Club" wünsche ich, dass seine (zahlenden) Mitglieder seinen wahren Kern erkennen und openBC endlich den Erfolg erzielt, den er aus meiner Sicht verdient. Welchen ich meine, können Sie sich sicherlich ausrechnen! Ein Unternehmen, das nur darauf ausgerichtet ist, zu blenden und zu schröpfen sollte aus sozialen Gesichtspunkten am Markt keine Chance bekommen. Wir können nur hoffen, dass der openBC nicht zu diesen Unternehmen gehört!

Enttäuschte, doch nach wie vor liebe Grüße

Alexander Dort
socialBC - The Social Business Club!